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Hintergrund und Ansatz der MT III-Technologie nach Dr. med. Peter Lenhart

Dr. med. Peter Lenhart erkannte, daß sehr viele unterschiedliche orthopädische und sportmedizinische Störungen eine gemeinsame Ursache haben: eine Beeinträchtigung der evolutionär entwickelten Aufrichtung (und ein Rückfall in ein charakteristisches, entwicklungsgeschichtlich älteres Beugemuster). Hieraus entstand die wegweisende Idee, daß der "evolutionäre Aufrichtungspunkt" unseres Fußes den effektivsten Hebel darstellen kann, um mit minimalem Aufwand die evolutionär angelegte Fußfunktion und die gesamtkörperliche Aufrichtung vollumfänglich wiederherzustellen: zur Steigerung der sportlichen Leistung einerseits, zur Vermeidung und/oder nachhaltigen Beseitigung einer Vielzahl von Störungen und Überlastungssyndromen andererseits.

 

 

Ein Ansatzpunkt - drei Wirkungsprinzipien

Im Gegensatz zu herkömmlichen orthopädischen Einlagen mobilisiert Dr. Lenhart's MT III-Technologie den aktiven Geh- und Lauf-Fuß, anstatt lediglich passiv die defizitären Strukturen des statisch vermessenen Steh-Fußes abzustützen bzw. abzubilden (wie es die herkömmlichen stützenden und bettenden orthopädischen Einlagen tun).

 

Von einem einzigen Ansatzpunkt aus arbeitet die MT III-Technologie mit drei grundsätzlichen Wirkungsprinzipien:

 

1.) Sie wirkt mechanisch, indem durch eine leichte Anhebung des zentralen Drehpunktes des Fußes dessen physiologische Pendelbewegung von hinten/außen (Ferse) nach vorne/innen (Großzehe) unterstützt bzw. erleichtert wird: mit dem Ergebnis einer spontanen Normalisierung des Abrollvorgangs.

 

2.) Sie stimuliert / aktiviert MT III-Technologie die muskuläre Bildung der Fußgewölbe an ihrem funktionalen Ursprung (MT III).

 

3.) Sie hat eine reflektorische Sofortwirkung auf die gesamte aufrichtende Muskelkette des Körpers.

Folgen sind u.a.:

  • verbesserte muskuläre Stabilisierung von Sprunggelenken, Knien, Hüfte und Becken;
  • Aufrichtung der Wirbelsäule, Stabilisierung des Schultergürtels, freiere HWS und Kopfdrehung;
  • spürbar verbesserte Kraft und Koordination in der oberen Extremität;
  • gesteigerte Elastizität, verbesserte Einstellung der Gelenke auf- bzw. zueinander und somit eine insgesamt bessere und struktur-/ gelenkschonende Bewegungsökonomie;
  • Auflösung kompensatorischer Beugemuster, Anbahnung ursprünglicher, natürlicher Haltungs- und Bewegungsmuster.

Zusätzliche Effekte

Durch die Wiederherstellung des physiologischen Abrollvorgangs, der u.a. eine temporäre Absenkung des medialen Fußgewölbes auf Höhe von dessen Schlußstein (Os naviculare) beinhaltet, ergibt sich durch Dehnung des med. Anteils der Plantaraponeurose eine Druckerhöhung auf den "Gefäßschenkel" unterhalb von Mall. med. und O. naviculare. Hierdurch kommt es reflektorisch zu einer schlagartigen Steigerung des venösen Rückstroms und so zu einer verbesserten Entstauung der unteren Extremität.

 

Ferner kann MT III-Technologie die Sensomotorik verbessern: verbesserte sensorische Rückmeldung (durch Wiedergewinnung der natürlichen Fußfunktion) führt zu gesteigerter Koordination, stabilerem Gleichgewicht/Balance und erhöhter Sicherheit beim Auftreten. Knochen, Bänder und Gelenke werden durch optimierte Stoßdämpfung/Federung, orthograde Ausrichtung, Korrektur des Körperschwerpunkts und zuverlässige muskuläre Führung entlastet. Dies kann helfen, Verletzungsrisiken in Training und Alltag effektiv zu reduzieren – die Aktivierung der Mm. peronei kann insbesondere Supinationstraumata wirksam vorbeugen.

Einlagenversorgung ohne Vermessung und Anpassung

Im Unterschied zur herkömmlichen orthopädischen Einlagenversorgung sind bei Dr. Lenhart's MT III-Einlegesohlen keine individuellen Anpassungen nötig, da hier punktgenau in einem Bereich des Fußes angesetzt wird, in dem sich menschliche Füße - von der Größe abgesehen - kaum unterscheiden. Auch sind keine aufwändigen Vermessungen (Abgüsse, Abdrücke, 3D-Scans, etc.) vonnöten - die Abgabe/Verordnung kann ganz einfach nach Fußgröße erfolgen (eine detaillierte Meßanleitung finden Sie hier).

Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis

In der Praxis wurde Dr. Lenhart's MT III-Technologie bisher erfolgreich eingesetzt

  • bei Low Back Pain / Wirbelsäulenbeschwerden / Rückenschmerzen allg.
  • zur Vermeidung von Torsionen und Supinationstraumata
  • zur Entlastung von BWS-Kyphosen
  • bei statisch bedingten Knie- und Hüftbeschwerden
  • bei "vorderem Knieschmerz" / patellofemoralem Schmerzsyndrom (häufig schnelle Besserung durch Aktivierung des M. vastus medialis)
  • bei Knickfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Knick-Senkfuß, Knick-Senk-Spreizfuß, Metatarsalgie, Morton-Neuralgie (Morton-Neurom) und ähnlichen Beschwerden, die aus Schwächungen/Störungen der Fußgewölbe resultieren
  • bei Hallux valgus, Plantarfascitis, Fersensporn (mit modifizierter Einlage)
  • bei allgemeiner Schwächung der aufrichtenden Muskulatur.

Bei älteren Patienten kann durch die generelle Verbesserung in puncto Haltung, Beweglichkeit, Balance, Ermüdungsfreiheit und Trittsicherheit ein entscheidender Beitrag zur Sturzprophylaxe geleistet werden. (Stürze sind Grund für 10% aller Notfalleinsätze bei >65-Jährigen!)

 

 

 Hinweis: Kontraindikation bei spastischem Fuß und bei Polyneuropathien!

 

Im Breiten- und Leistungssport bewährten sich Dr. Lenhart's MT III-Einlagen über viele Jahre in Training und Wettkampf als Traumaprophylaxe, sowie in Therapie und Reha.

Einfach. Besser. Laufen.  Dr. Lenhart's MT III-Technologie

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